Unsere Philosophie
ZERAP Germany e.V. ist aus dem Gedanken entstanden, nachhaltige Entwicklung nicht nur zu erforschen, sondern praktisch umzusetzen. Was ursprünglich stark aus dem Umwelt- und Ressourcenschutz heraus gedacht war, hat sich im Laufe der Jahre zu einem breiteren Ansatz entwickelt: Wir verstehen Nachhaltigkeit heute als Zusammenspiel von ökologischer Verantwortung, gesellschaftlichem Engagement, kulturellem Leben und demokratischer Teilhabe.
Unser Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Wir glauben, dass positive Veränderungen vor allem dort entstehen, wo Menschen gemeinsam handeln, Verantwortung übernehmen und neue Ideen ausprobieren. Deshalb verbinden wir Bildungsarbeit, praktische Projekte, kulturelle Veranstaltungen und Beteiligungsformate miteinander.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Wissen zugänglich zu machen und Erfahrungen weiterzugeben. Viele unserer Projekte entstehen aus der Zusammenarbeit mit Initiativen, Vereinen, Kommunen und engagierten Einzelpersonen. Dabei geht es uns weniger um fertige Lösungen als darum, Wege aufzuzeigen, wie aus Ideen konkrete Vorhaben werden können.
Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Entwicklung nicht von oben verordnet werden kann. Sie wächst dort, wo Menschen sich einbringen, miteinander ins Gespräch kommen und Schritt für Schritt ihr eigenes Umfeld gestalten.
„Dörfer im Aufbruch“ wurde als einer der „100 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Unsere Historie
ZERAP Germany e.V. (Zero Emissions Research and Projects) wurde Anfang 2007 als gemeinnütziger Verein gegründet. In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und der Erforschung zukunftsfähiger Wirtschaftsweisen. Der Verein unterstützte unter anderem das Forschungsprojekt „Nature’s 100 Best“ und beschäftigte sich intensiv mit Fragen der Kreislaufwirtschaft, der Bodenfruchtbarkeit und klimafreundlicher Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang begleitete ZERAP Bildungs- und Praxisprojekte, veröffentlichte Materialien zur Umweltbildung und beteiligte sich an Forschungsarbeiten, etwa zur Nutzung von Pflanzenkohle und Terra Preta zur Verbesserung von Böden und zur langfristigen Bindung von Kohlenstoff.
Mit der Zeit rückte neben der ökologischen Frage immer stärker die gesellschaftliche Dimension nachhaltiger Entwicklung in den Mittelpunkt. ZERAP engagierte sich in Bildungsprojekten, unterstützte innovative Ansätze in der Landwirtschaft und begleitete die Arbeit der StadtFarm in Berlin, die neue Konzepte für urbane und ressourcenschonende Lebensmittelerzeugung erprobte.
Ab Ende der 2010er Jahre entstand die Initiative „Dörfer im Aufbruch“. Ziel ist es, Menschen in ländlichen Regionen zu ermutigen, ihr Umfeld selbst aktiv zu gestalten. In Workshops, Projekten und später auch mit digitalen Angeboten wurden Erfahrungen gesammelt und weitergegeben, wie gemeinschaftliche Vorhaben entstehen, organisiert und umgesetzt werden können. Praxisbeispiele, Methoden und Videoanleitungen helfen bis heute vielen Gruppen dabei, eigene Ideen zu verwirklichen und neue Perspektiven für ihre Orte zu entwickeln.
Heute verbindet ZERAP seine ursprünglichen Themen rund um Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz mit Kulturarbeit, Bildungsangeboten, Regionalentwicklung und Demokratieförderung. Die Erfahrungen aus Forschung, Projektarbeit und Bürgerinitiativen fließen dabei zusammen und bilden die Grundlage für die heutigen Aktivitäten des Vereins.
