Dörfer im Aufbruch · Lernbereich

Dorfentwicklung gemeinsam gestalten

Neun Kapitel, ein gemeinsamer Weg: vom Anfangen über Zusammenarbeit, Beteiligung und Finanzierung bis zu Unternehmertum, Selbstfürsorge und nachhaltigem Handeln.

9 Kapitel 132+ Lernvideos Aufgaben & Reflexion freie Navigation
So ist der Kurs aufgebaut: Jedes Kapitel enthält eine eigene YouTube-Playlist. Die darunterliegende Gliederung zeigt, welcher Themenblock welche Videos umfasst und wo Aufgaben, Diskussionen oder Vertiefungen vorgesehen sind.
01
Kapitel 01

Anfangen

Aufbrechen, Utopien entwickeln und erste Mitstreiter finden

Dieses Kapitel gibt uns in erster Linie die Möglichkeit, einander kennenzulernen. Es bietet einen Überblick über den Kurs und die Aufgabenstruktur und führt in die Frage ein, was der Beginn einer Veränderungsreise im Dorf bedeutet, sowohl im Handeln im Außen als auch im Bereitsein im Innen.

YouTube-Playlist 11 Videos

Die Playlist enthält die Videos dieses Kapitels. Darunter findest du die inhaltliche Gliederung aus der Kursvorlage.

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1.1

Dieser Kurs

  1. 1.1Kurseinführung
Aufgaben & Vertiefung
1.2

Kennenlernen

  1. 1.2Vorstellung Monia
  2. 1.3Vorstellung der Interviewpartner
Aufgaben & Vertiefung
1.3

Die Entscheidung, aufzubrechen

  1. 1.4Der Zauber des Anfangs
  2. 1.5Positive Energie aus Problemen
  3. 1.6Am Anfang: ein subjektives Problem
  4. 1.7Utopie
  5. 1.8Einladen
  6. 1.9Am Anfang: Resonanz
  7. 1.10Dinge in mir entstehen lassen
  8. 1.11Manifestieren
Aufgaben & Vertiefung
02
Kapitel 02

Zusammen arbeiten

Team, Gruppendynamik, Konflikte und handlungsfähige Strukturen

Im Zentrum dieses Kapitels stehen Stabilität, Freude und gegenseitige Unterstützung im Kernteam der Veränderung. Es geht um Gruppendynamik, den Umgang mit Konflikten und um Möglichkeiten, Zusammenarbeit und Entscheidungen so zu strukturieren, dass das Team handlungsfähig bleibt.

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2.1

Zusammenarbeit ist zentral

  1. 2.1Zusammenarbeit ist wichtig
  2. 2.2Kontakt als Basis von Zusammenarbeit
  3. 2.3Zusammenarbeit im Team
  4. 2.4Professionalisierung des Ehrenamts
Aufgaben & Vertiefung
2.2

Gruppendynamik

  1. 2.5Gruppendynamik
  2. 2.6Rangdynamische Positionen
2.3

Zum Umgang mit Konflikten im Team

  1. 2.7Umgang mit Konflikten
  2. 2.8Eskalationsstufen
  3. 2.9Konflikte erst in mir, dann mit Dir
  4. 2.10Schritte der Konfliktlösung
Aufgaben & Vertiefung
2.4

Zusammenarbeit strukturieren

  1. 2.11Zusammenarbeit strukturieren
  2. 2.12Reinventing Organizations
  3. 2.13Rollen & beratene Entscheidung
  4. 2.14Entscheiden
  5. 2.15Aufgaben statt Funktionen
  6. 2.16Kleine Schritte feiern
Aufgaben & Vertiefung
2.5

Überleben auf Langstrecken

  1. 2.17Motivation auf Durststrecken
Aufgaben & Vertiefung
03
Kapitel 03

Andere einbeziehen

Beteiligung, Kommunikation, neue Menschen und lokale Politik

Ein kleines Team allein kann kein Dorf verändern. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Einbeziehung weiterer Menschen im Dorf, mit Kindern und Jugendlichen, Kommunikation, neuen Teammitgliedern sowie dem Verhältnis zu Verwaltung und Politik.

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3.1

Die Dorfbevölkerung reinholen

  1. 3.1Nachbarschaftstalentbögen
  2. 3.2Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Aufgaben & Vertiefung
3.2

Kommunikationsmomente schaffen

  1. 3.3Anlässe für Kommunikation
  2. 3.4Kommunikationswege
  3. 3.5Facebook & Co
Aufgaben & Vertiefung
3.3

Überzeugend kommunizieren

  1. 3.6Andere begeistern
  2. 3.7Geschichten erzählen
  3. 3.8Visualisieren
  4. 3.9Bekanntheit aufbauen
Aufgaben & Vertiefung
3.4

Neue Menschen ins Team integrieren

  1. 3.10Generationswechsel
  2. 3.11Neue aufnehmen
Aufgaben & Vertiefung
3.5

Unsere Beziehung zu lokaler Verwaltung & Politik

  1. 3.12Politik einbinden
  2. 3.13Verhältnis zur Politik
  3. 3.14Entscheidungsträger beeinflussen
  4. 3.15Bürgerbeteiligung in öffentlichen Sitzungen
04
Kapitel 04

Treffen moderieren

Das WIE gestalten, Beteiligung ermöglichen und Störungen aufnehmen

Dorfentwicklung braucht viele unterschiedliche Treffen. Ihr Erfolg hängt nicht nur von den Inhalten ab, sondern ebenso von Stimmung, Beteiligung, Verständlichkeit und Prozessqualität. Dieses Kapitel legt deshalb den Fokus auf das WIE der Zusammenarbeit.

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4.1

Das WIE benötigt genauso viel Beachtung wie das WAS

  1. 4.1Auf das WIE achten
Aufgaben & Vertiefung
4.2

Moderations-Basics

  1. 4.2Moderationszyklus
  2. 4.3Balance hören & bestimmen
  3. 4.4Loop of Understanding
  4. 4.5Entschleunigung
  5. 4.6Raum halten
  6. 4.7Den Raum einrichten
Aufgaben & Vertiefung
4.3

Methodenauswahl und -einsatz

  1. 4.8Überraschende Prozessschritte
  2. 4.9Methoden am Rande des Systems
  3. 4.10Bei Treffen alle einbeziehen
  4. 4.11Menschen mischen
  5. 4.12Arbeit in Kleingruppen
  6. 4.13Die Moderatorin vorstellen
  7. 4.14Treffen schließen
Aufgaben & Vertiefung
4.4

Und was, wenn es nicht klappt?

  1. 4.15Schnelle Checkliste
  2. 4.16Störungen haben Vorrang
  3. 4.17Marshmellow-Challenge
Aufgaben & Vertiefung
05
Kapitel 05

Prozesse gestalten

Komplexität verstehen, Phasen wählen und von außen lernen

Der gesamte Veränderungsprozess braucht eine Struktur. Dieses Kapitel betrachtet unterschiedliche Prozesslogiken, Phasenmodelle, Analyseinstrumente, Lernen von anderen Dörfern und den sinnvollen Einsatz externer Prozessbegleitung.

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5.1

Was wir bei der Prozessentscheidung beachten könnten

  1. 5.1Prozessphasen
  2. 5.2Cynefin-Modell
  3. 5.3Die 4 Quadranten
  4. 5.4Systemtheorie
  5. 5.5Tiger Riding
Aufgaben & Vertiefung
5.2

Mögliche Phasenmodelle

  1. 5.64 Prozessschritte
  2. 5.7Projektmanagementkreislauf
  3. 5.8Ziele & Umsetzung
  4. 5.9Design Thinking
  5. 5.10Theorie U
Aufgaben & Vertiefung
5.3

Analysieren, betrachten, besprechen

  1. 5.11Problem analysieren
  2. 5.12Stakeholderanalyse
  3. 5.135-why
Aufgaben & Vertiefung
5.4

Raus da und von anderen lernen

  1. 5.14Angucken und erleben
  2. 5.15Inspirationen von außen
  3. 5.16Balance Innovation und Adaption
5.5

Externe Prozessbegleiter als Erleichterung

  1. 5.17Eigentümer des Prozesses
  2. 5.18Ungewöhnlicher Außenblick
  3. 5.19Berater übernehmen nicht
Aufgaben & Vertiefung
06
Kapitel 06

Vorhaben finanzieren

Geld, Spenden, Crowdfunding und Fördermittel

Irgendwann werden Ressourcen benötigt, die nicht ehrenamtlich oder im Dorf organisiert werden können. Das Kapitel behandelt den eigenen Umgang mit Geld, Spendenakquise, Crowdfunding und die Logik von Förderanträgen.

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6.1

Der Umgang mit Geld hilft unseren Vorhaben

  1. 6.1Über Geld sprechen
  2. 6.2Geld erdet
  3. 6.3Rechnen
Aufgaben & Vertiefung
6.2

Spenden akquirieren

  1. 6.4Um Geld bitten
  2. 6.5Geldgeber ansprechen
  3. 6.6Zusammengesetzte Finanzierung
  4. 6.7Crowdfunding
Aufgaben & Vertiefung
6.3

Fördermittelanträge

  1. 6.8Förderanträge
  2. 6.9Fördermittel für Gemeinden
  3. 6.10Meilensteine & SMART-Ziele
  4. 6.11SWOT-Analyse
  5. 6.12Impact
  6. 6.13Querschnittsthemen
  7. 6.14Förderbescheid
Aufgaben & Vertiefung
07
Kapitel 07

Unternehmertum leben

Village Entrepreneurship und dauerhafte wirtschaftliche Grundlagen

Langfristige Dorfentwicklung braucht verlässliche Geldflüsse. Das Kapitel verbindet soziales Unternehmertum mit Dorfentwicklung, betrachtet regionale Ressourcen und kaskadierende Wirtschaftsmodelle und führt zum Businessmodell für ein ganzes Dorf.

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7.1

Unternehmertum als Möglichkeit, die Zukunft des Dorfes zu sichern

  1. 7.1Unternehmertum
  2. 7.2Soziales Unternehmertum
  3. 7.3Geschäftsmodell für Transformation
  4. 7.4Village Entrepreneurship
  5. 7.5Gewinne in der Region halten
  6. 7.6Geld in der Region halten
Aufgaben & Vertiefung
7.2

Regionaler „Müll“ als Basis für kaskadierende Wirtschaftsmodelle

  1. 7.7Abfall als Rohstoff
  2. 7.8Kaskadierende Wirtschaftssysteme
  3. 7.9Beispiele
Aufgaben & Vertiefung
7.3

Ein Businessmodell für ein ganzes Dorf?!

  1. 7.10Prinzipien
  2. 7.11Business Canvas
  3. 7.12Businessplan
  4. 7.13Recht
Aufgaben & Vertiefung
08
Kapitel 08

Auf mich achten

Gesundes Engagement, Gefühle, Beziehungen und Wahrnehmung

Transformation hat immer auch eine innere Komponente. Dieses Kapitel richtet den Blick auf gesundes Engagement, persönliche Grenzen, Gefühle, Beziehungsgestaltung und die Fähigkeit, Situationen aus mehreren Perspektiven wahrzunehmen.

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8.1

Gesundes Engagement

  1. 8.1Die Rolle des Ersten
  2. 8.2Meine Grenzen
  3. 8.3Salutogenese
  4. 8.4Mut zum Nichthandeln
  5. 8.5Vorteile von Engagement
Aufgaben & Vertiefung
8.2

Aktiver Umgang mit unseren Gefühlen

  1. 8.7Angst
  2. 8.8Scham & Verletzlichkeit
  3. 8.10Ganz da sein
  4. 8.11Capacity to aspire
  5. 8.9Raus aus der Komfortzone
Aufgaben & Vertiefung
8.3

Aktive Gestaltung von Beziehungen

  1. 8.12Mein Einfluss auf gute Beziehungen
  2. 8.13Wertschätzerampel
  3. 8.14Toleranz
  4. 8.6Walk the Talk
Aufgaben & Vertiefung
8.4

Unsere Wahrnehmung öffnen

  1. 8.153 Perspektiven
  2. 8.16Meine Grenzen überschreiten
Aufgaben & Vertiefung
09
Kapitel 09

Nachhaltig handeln

Ökologie, Soziales, Ökonomie, Resilienz und Lernen

Was passiert in 5, 15 oder 150 Jahren? Dieses Kapitel spannt den Bogen vom Gleichgewicht zwischen Ökologie, Sozialem und Ökonomie über langfristiges Denken und Resilienz bis zum kontinuierlichen Lernen als Grundlage nachhaltiger Veränderung.

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9.1

3 Systeme, die ausbalanciert werden möchten

  1. 9.1Anne-Kathrins Zugang zu Nachhaltigkeit
  2. 9.2Nachhaltigkeit im Dorf
  3. 9.3Innerer Kompass der Nachhaltigkeit
  4. 9.43 Systeme
Aufgaben & Vertiefung
9.2

Über die Grenzen des Vorhabens hinaus

  1. 9.5Langfristiges Denken
  2. 9.6Multiperspektivität
  3. 9.7Ansteckende Transformation
9.3

Ein Bewusstsein für unsere Macht, wenn wir bewusst agieren

  1. 9.8Wir sind die 4. Macht
  2. 9.9Resilienz
  3. 9.10Lernende Systeme
  4. 9.11Nachhaltige Gemeinschaft
Aufgaben & Vertiefung
Kapitel 01 · Vertiefung

Welche Aufgaben erwarten Euch?

Zu einer Veränderung gehören mehrere Elemente, die sich auch in den Aufgaben wiederspiegeln:

Veränderung erfordert neue Sichtweisen, Nachdenken, Visualisieren, Analysieren – es ist auch „Kopfarbeit“. Daher gibt es in jedem Kapitel mindestens eine Aufgabe, die Euch auffordert, etwas zu durchdenken.

Veränderung erfordert Reflexion, eine innere Verbindung mit dem, was wir da tun (wollen) – es ist auch „Herzensarbeit“. Daher gibt es in jedem Kapitel mindestens eine Aufgabe, die Euch auffordert, den Blick nach innen zu richten.

Veränderung erfordert Handeln, das „nach draußen gehen“ mit unseren Ideen, in die Begegnung und die Umsetzung – es ist auch „Handarbeit“. Daher gibt es in jedem Kapitel mindestens eine Aufgabe, die Euch auffordert, raus zu gehen und in Eurem Dorf eine Kleinigkeit zu erledigen.

Unter allen Aufgaben ist Platz für Eure Ergebnisse & Erlebnisse. Je mehr Ihr bereit seid, zu teilen, je mehr können wir alle voneinander lernen. Und doch ist es ein öffentlicher Raum, in dem wir uns bewegen, also achtet gut auf Eure Grenzen.

Die Aufgaben, die Euch am meisten anziehen oder abstoßen, sind die für Euch am interessantesten – denn hier habt Ihr emotionale Resonanz und einen Bezug. Wir empfehlen, Euch einerseits an Eurer Lust und Eurem Enthusiasmus zu orientieren, andererseits ab und an auch eine Herausforderung anzunehmen und Euch mit etwas zu befassen, was zunächst Widerstand auslöst – denn nur durch Herausforderungen verlassen wir unsere Komfortzonen und lernen so am meisten.

Kapitel 01 · Aufgabe / Diskussion

diese Plattform

Für alle, die sich für sowas interessieren: Technisch befinden wir uns in Coursepress, einer Anwendung von Wordpress. Wir arbeiten auf unserem eigenen Server, Ihr könnt Euch also zuhause fühlen – Eure Daten werden nicht an andere Anbieter weitergeleitet.

Praktisch ist der Kurs so aufgebaut, dass Ihr von der Startseite aus einen Überblick über alle Kapitel und Sektionen habt. Ihr könnt von dort aus direkt dorthin, wo es Euch hinzieht. Innerhalb des Kurses könnt Ihr über Pfeile rechts und links im Bild immer weiter klicken, also auch linear arbeiten (aber das habt Ihr wahrscheinlich schon gemerkt, wenn Ihr bis hier gekommen seid).

Wenn Ihr irgendwelche technischen Fragen habt, wendet Euch bitte immer an uns. Entweder hier auf der Seite, indem Ihr eine Diskussionsfrage eröffnet, oder per Mail an stefan.kessel@dorfer-im-aufbruch.de. Hinter dieser Emailadresse verbirgt sich Stefan, unser Webadministrator, und freut sich drauf, Euch kennenzulernen.

FOTO VON STEFAN

Kapitel 01 · Aufgabe / Diskussion

Vorstellungsrunde

Nun seid aber endlich Ihr dran. Bitte stellt Euch einmal alle vor. Was wir am liebsten wissen wollen? Mindestens wie Ihr heißt, welche Motivation Euch in diesen Kurs führt und welches Dorf in welchem Bundesland Euch am Herzen liegt. Gerne aber auch mehr… was Ihr sonst noch so spannendes im Leben macht.

Kapitel 01 · Aufgabe / Diskussion

meine Utopie enthüllen

Nehmt Euch ein Blatt Papier und ein paar Farben Eurer Wahl. Nun schließt für einen Moment die Augen und stellt Euch Euer Dorf vor. Lasst es sich vor Eurem inneren Auge verändern, es wird immer toller, so toll, dass es wahrscheinlich gar nicht realistisch ist. Egal. Noch toller. Es kann ein Bild sein, das sich entwickelt, vielleicht aber auch nur ein Gefühl. Nun malt es auf, am besten ohne gegenständlich zu sein, nur Farben und Formen (wenn Ihr aber konkrete Dinge gesehen habt, die Ihr unbedingt loswerden wollt, müsst Ihr Euch natürlich nicht zurückhalten). Wenn es sich richtig anfühlt, hört auf zu malen, betrachtet das Bild und gebt Eurer Utopie einen Titel.

Nun berichtet uns: wie war es? Was ist Euch leicht, was schwer gefallen? Hat sich ggfs. in der Übung ein konkreter Wunsch für Euer Dorf gezeigt? Hattet Ihr irgendwelche Erkenntnisse?

Gerne könnt Ihr auch Euer Bild hier hochladen und es mit uns teilen. Auf jeden Fall könnt Ihr das Bild immer wieder nutzen, um Euch mit dem Gefühl oder Bild zu verbinden, das Ihr eigentlich anstrebt und das Euch die Richtung weist – ein kleines Hilfsmittel für die Reise.

Kapitel 01 · Aufgabe / Diskussion

ein paar Menschen einladen

Zeit für ein Gespräch mit ein paar anderen Dorfbewohnern. Eine Möglichkeit ist es natürlich, eine Einladung in viele Briefkästen zu schmeißen oder ein paar Aushänge im Dorf zu machen. Es geht aber auch anders: ladet 2-3 Leute ein, die Ihr schon (ein wenig) kennt und bittet sie, noch 2-3 andere Leute mitzubringen. Wichtig ist nur, dass Ihr ein Einladungsformat findet, in dem Ihr ein paar neue Leute kennenlernt bzw. mit Menschen, die Ihr auf der Straße grüßt, mal wirklich ins Gespräch kommt. Wenn Ihr nicht zu Euch nach Hause einladen wollt, fallen Euch sicher noch ein paar andere Möglichkeiten ein.

90 Minuten genügen für den Anfang – unterteilt ggfs. in eine Vorstellungsrunde, informelle Kommunikation und eine Leitfrage, deren Ergebnisse auch aufgeschrieben werden, wie z.B. Wünsche für unser Dorf.

Nun berichtet uns: Wie war es? Wie habt Ihr eingeladen? Wie war das Treffen? Zu welcher Frage habt Ihr gearbeitet? Was waren Eure größten AHA-Erlebnisse im Nachhinein?

Kapitel 01 · Aufgabe / Diskussion

was will angefangen werden?

Wenn Ihr eine Weile, gerne auch ein paar Tage, immer mal wieder an Euer Dorf denkt und beobachtet, welche Gedanken dann bei Euch aufkommen: welche Themen sind es denn, die sich in Euch bewegen? Und wenn Ihr Euch nun einmal nicht fragt, was Ihr tun wollt, sondern was getan werden will: welche Antworten findet Ihr dann?

Nun berichtet uns: Könnt Ihr mit der Frage überhaupt etwas anfangen? Könnt Ihr in Euch ein Thema spüren, das von Euch in die Welt getragen werden möchte? Wie geht es Euch damit? Habt Ihr eine Idee für nächste Schritte?

Kapitel 02 · Aufgabe / Diskussion

woran merke ich guten Kontakt?

„Gut miteinander in Kontakt sein“ wünschen wir uns alle, doch was genau bedeutet das? Versucht so genau wie möglich Eure eigene Definition von gutem Kontakt zu formulieren. Hierzu schreibt Ihr zunächst auf ein Blatt Papier alles, was Euch einfällt. Wenn Euch nichts mehr einfällt, bleibt dran. Beim Brainstorming gibt es immer zwei Wellen, eine obere Schicht an Ideen, dann eine Pause, dann eine tiefere Schicht. Wartet die zweite Welle ab. Nun unterstreicht die Dinge, die Euch besonders am Herzen liegen. Sollten es jetzt noch mehr als fünf sein, trefft eine klare Entscheidung, welche Euch am Wichtigsten sind. Nun seht Euch Eure Liste von maximal fünf Elementen an und fragt Euch, was genau Ihr dazu beitragen könnt, dass der Kontakt gut ist.

Nun berichtet uns: Welche Begriffe sind auf Eurer Liste gelandet? Seid Ihr überrascht? Ist Euch etwas eingefallen, wie Ihr aktiv diesen guten Kontakt herstellen könnt?

Kapitel 02 · Aufgabe / Diskussion

einen Konflikt vollständig durchdenken

Versucht es einmal und wendet die vier Schritte auf einen Konflikt (es darf auch ein Konfliktchen sein oder eine Entscheidung, die Euch gerade bewegt) an. In einem ersten Schritt, überlegt, welche Themen alle betroffen sind. Es geht eigentlich nie um ein einziges Thema, also versucht wirklich, die gesamte Bandbreite zu betrachten. In einem zweiten Schritt geht es um Eure Interessen: was wollt Ihr wirklich? Achtet bei der Formulierung darauf, dass Ihr konkreter werdet als Werte und Bedürfnisse (z.B. Anerkennung, Sicherheit), aber nicht so konkret, dass nur noch eine Lösung möglich ist. Ihr wollt Euren Spielraum nicht eingrenzen. Nun ein schneller Check zu den Themen: Decken Eure Interessen alle Themen ab? Nun ist es Zeit, kreativ zu sein: schreibt jede Idee auf, die Euch einfällt, wenn Ihr auf die Themen und Interessen blickt. Keine Schere im Kopf, lasst Euch Spielraum. Alles darf sein. Und nun, zuletzt, bastelt Euch aus den Ideen eine Lösung zusammen, wie ein Puzzle.

Nun berichtet uns: Wie war es? Was ist Euch leicht gefallen, was nicht? An welchen Stellen hättet Ihr Euch Unterstützung gewünscht? Was habt Ihr über Euch gelernt?

Kapitel 02 · Aufgabe / Diskussion

welche Entscheidungsform passt zu welchem Inhalt?

Es muss nicht immer dasselbe Entscheidungsformat sein – doch wann ist welches am geeignetsten? Beginnt zunächst damit, dass Ihr links auf ein Blatt alle Entscheidungsmodi schreibt, die Euch einfallen: von alleine entscheiden bis alle entscheiden, Konsent, Konsens, Punktekleben, Daumenrunden etc etc. Gerne könnt Ihr auch ein wenig Zeit im Netz verbringen und Euch noch mehr über Möglichkeiten informieren. Wenn Ihr mindestens zehn Möglichkeiten auf Eurem Zettel habt, wendet Euch der rechten Blattseite zu: in welchen Situationen findet Ihr, dass das die beste Entscheidungsform ist (beispielsweise Konsens bei Visionsentwicklung).

Nun berichtet uns: Sind Euch viele Möglichkeiten der Entscheidungsfindung eingefallen? Fiel es Euch leicht, sie den geeigneten Situationen zuzuordnen? Hat Euch etwas überrascht? Wenn ihr auf Eure Liste guckt, entscheidet Ihr immer so, wie Ihr es jetzt überlegt habt? Wollt Ihr ggfs. etwas ändern?

Kapitel 02 · Aufgabe / Diskussion

Geht raus und tut etwas!

Spätestens heute ist es soweit. Ihr verlasst Haus & Hof und macht eine Kleinigkeit im Dorf. Es ist egal, ob Ihr ein paar Äpfel zum Mitnehmen auf die Straße stellt, ein inspirierendes Plakat in den Schaukasten hängt oder endlich das Storchennest repariert. Überlegt Euch eine Kleinigkeit, die sichtbar wird und den Menschen einen kleinen Überraschungsmoment oder Moment der Freude bescheren. Ihr könnt das offen tun oder heimlich Heinzelmännchen spielen, das ist egal. Es ist auch egal, ob Ihr alleine aktiv werdet oder mit ein paar Mittätern. Nur tut etwas!

Nun berichtet uns: Hattet Ihr Schwierigkeiten, Euch zu überwinden? Oder eine Idee zu finden? Wie habt Ihr Euch bei der Umsetzung gefühlt? Gab es Reaktionen im Dorf zu Eurer kleinen guten Tat? Habt Ihr schon eine Idee fürs nächste Mal?

Kapitel 03 · Aufgabe / Diskussion

Ein Gespräch mit Jugendlichen führen

Wo in Eurem Dorf treffen sich die Jugendlichen? Es ist an der Zeit, sie zu besuchen. Geht hin, stellt Euch vor, falls Ihr Euch noch nicht kennt und erzählt ihnen davon, dass Ihr gerade daran arbeitet, dem Dorf neuen Schwung zu geben. Erzählt ihnen, wie wichtig sie sind, denn ohne sie wird das Dorf aussterben. Und bittet sie, Euch zu erzählen, was sie brauchen, damit sie gerne hier leben. Macht Euch hierbei ein paar Notizen. Wenn sie alles gesagt haben, was sie beschäftigt, kommentiert ehrlich, was davon Ihr gerne mit in den Prozess nehmen wollt und fragt sie, wie sie sich gerne einbringen möchten.

Nun berichtet uns: Musstet Ihr Euch überwinden, in den Kontakt zu gehen? Wie war das Gesprächsklima? Hattet Ihr Spaß? Habt Ihr etwas über die Realität von Jugendlichen gelernt?

Kapitel 03 · Aufgabe / Diskussion

welche Social Media Strategien gefallen mir

Verbringt etwas Zeit auf der Social Media Plattform Eurer Wahl. Sucht Euch 4-5 Seiten / Personen aus, dessen Social Media Auftritt ihr aus irgendwelchen Gründen als positiv abgespeichert habt – am besten Menschen oder Organisationen, die Ihr nicht persönlich kennt. Guckt Euch nun ihre Timeline genauer an: was genau tun sie da? Wie ist der Tonfall? Wie persönlich zeigen sich Menschen? Wie oft posten sie? Wie ist das Text – Bild – Video Verhältnis? Berichten sie auch von anderen oder nur von sich? Haben sie Schwerpunktthemen, für die sie einstehen? Posten sie nur Positives oder auch Negatives? Nun versucht Eure Erkenntnisse in eine „Social Media Strategie“ zu übersetzen: was ist für Euch ein guter und überzeugender Auftritt? Welche Regeln könntet Ihr als Veränderungsteam für Eure Social Media Präsenz aufstellen? Zu Online-Kommunikation findet Ihr beispielsweise auch hier (LINK extern: http://www.ngoleitfaden.org/online-kommunizieren) Inspirationen.

Nun berichtet uns: Konntet Ihr ein paar Herangehensweisen finden, die Euch überzeugen? Was sind aus Eurer Sicht die wichtigsten Erfolgskriterien? Wie persönlich wollt Ihr Euch im Netz zeigen?

Kapitel 03 · Aufgabe / Diskussion

meine Vision in Bildern ausdrücken

Nehmt Euch einen Stift und ein leeres Blatt und beginnt zunächst, Symbole aufzumalen, die für Euch mit Eurem Vorhaben im Dorf verbunden sind. Auch im Netz könnt Ihr hier Hilfe kriegen, indem Ihr in der Bildersuche „Icon“ oder „Clipart“ und den Begriff eingebt, der Euch gerade am Herzen liegt. Viele vor Euch haben sich schon Gedanken um Bildersprache gemacht und können hier helfen. Jedesmal, wenn Ihr das Gefühl habt, dass Ihr das, was Ihr vorhabt, nicht malen könnt, freut Euch - denn so baut Ihr auch bei den Menschen, mit denen Ihr sprecht, keine Barrieren auf, es weiterzuerzählen. Wenn Ihr ein paar Bilder gefunden habt, die zu Euch passen, baut eine kleine Choreografie auf: was könntet Ihr malen, während Ihr was erzählt? Die Bilder geben Euren Erzählungen eine Struktur.

Nun berichtet uns (und ladet sehr gerne Eure Bilder als Inspiration für andere hier hoch): Wie leicht oder schwer war es, Bilder zu finden? Wie geht es Euch mit Euren Malkünsten? Wie beeinflussen die Bilder Euer Denken und Eure Geschichte? Habt Ihr die Bilder schon mit jemandem ausprobiert? Wie war es? Was hindert Euch ggfs., sie zu nutzen?

Kapitel 03 · Aufgabe / Diskussion

Meine Ausgrenzungserfahrungen

Ausgrenzungserfahrungen finden selten statt, weil Menschen aktiv ausgegrenzt werden sollen. Meistens merken wir es gar nicht, wenn wir andere Menschen nicht reinlassen. Durchforstet einen Moment Eure Erinnerung, bis Ihr eine Situation findet, in der Ihr Teil der Ausgrenzenden wart und eine, in der Ihr Euch ausgegrenzt gefühlt habt. Nun guckt so genau wie möglich hin: was genau hat diese Ausgrenzungsdynamik ausgelöst? Wenn Ihr das nun auf Euer Dorf übertragt, was könnt Ihr tun, um diese Dynamik zu vermeiden?

Nun berichtet uns: Sind Euch leichter Situationen der Ausgrenzung oder des Ausgrenzens einfallen? Welche Dynamiken konntet Ihr erkennen? Wie könnten wir dem entgegenwirken? Welche genauen Vorsätze in Bezug auf Euer Dorf habt Ihr gefasst?

Kapitel 04 · Aufgabe / Diskussion

WAS und WIE unterscheiden

Begebt Euch in eine Gruppe von Menschen, die etwas besprechen, ohne selber sehr aktiv zu sein. Es kann ein formaler Rahmen sein, in dem es eine Moderation oder bekannte Abläufe gibt. Es kann aber auch ein informaler Rahmen sein wie ein Familienessen, denn es gibt immer Inhalt und Prozess wenn Menschen zusammenkommen. Nehmt ein Blatt Papier mit und teilt es: schreibt links INHALT/WAS und rechts PROZESS/WIE als Überschriften darauf und beobachtet nun ganz genau. Versucht so präzise wie möglich aufzuschreiben, was besprochen wird und wie gesprochen wird. Beispielsweise links: über den Erhalt der Dorfkirche, Kosten, Architektur, Denkmalschutz, Tradition. Rechts: alle durcheinander, jeder sein eigenes Thema, Themenwechsel ohne Entscheidung, 80% sprechen nicht mit. Guckt im Anschluss nochmal auf Euren Zettel und guckt, ob Ihr vielleicht Wechselwirkungen entdecken könnt.

Nun berichtet uns: Ist es Euch leicht oder schwer gefallen, zwischen dem WAS und dem WIE zu unterscheiden? Wo geht Eure Aufmerksamkeit als erstes hin? Was habt Ihr gelernt? Konntet Ihr Einflüsse in eine oder beide Richtungen beobachten? Was bedeutet das für Euer nächstes Treffen, sowohl aus Moderatoren- als Teilnehmersicht?

Kapitel 04 · Aufgabe / Diskussion

„loope“ einen anderen Dorfbewohner

Verbringt ein wenig Zeit mit einer Person, die Euch wirklich interessiert. Es darf eine Person sein, die Ihr schon gut kennt, spannender ist eine Person, die Euch sympathisch aber fremd ist. (Wenn ihr Euch wirklich herausfordern wollt, sucht Ihr Euch sogar jemanden, den Ihr nicht sonderlich mögt, doch Achtung, Ihr könntet positiv überrascht sein.) Guckt nun kurz auf die Uhr und nehmt Euch vor, 20 Minuten ausschließlich in die Wirklichkeit der anderen Person einzutauchen. Es geht jetzt nicht um Euch. Nur um die andere Person. Nach einer eröffnenden, offenen Frage wie „was wünschst Du Dir für unser Dorf?“ stellt keine Fragen mehr. Ab und an unterbrecht Ihr und gebt freundlich in Euren Worten das zurück, was Ihr verstanden habt und lasst sie wieder weiterreden. Nach 20 Minuten dürft Ihr dann auch gerne wieder Eure Gedanken dazu geben, doch eine Weile der Disziplin hilft hier. Wenn keiner etwas sagt, wartet einen Moment – man darf auch mal denken, bevor wieder jemand etwas sagt.

Nun berichtet uns: Wie war es? Ist es Euch leicht gefallen, Eure eigenen Gedanken und Geschichten zurück zu halten? War es anstrengend? Habt Ihr etwas über die Person gelernt? Habt Ihr das Gefühl, die Person hat auch etwas über sich selbst gelernt? Mit wem könntet Ihr das nächste Gespräch führen?

Kapitel 04 · Aufgabe / Diskussion

Eure Lieblingsmethoden

An dieser Stelle möchten wir Raum dafür geben, dass sich die Methodenkoffer füllen dürfen. Berichtet uns hier von Methoden, die Ihr erlebt habt oder nutzt. Versucht, sie so zu erklären, dass wir sie verstehen bzw. schreibt einen Link mit dazu, wo wir nachlesen können. Berichtet gerne auch von Euren Erfahrungen und vor allem erzählt uns, weshalb Ihr sie so liebt.

Kapitel 04 · Aufgabe / Diskussion

Wie ich mit Störungen umgehe

Es gibt immer wieder Situationen, in denen sich alles seltsam anfühlt. Irgendwie ist eine Störung im Raum, sie hat vielleicht noch keinen Namen, alle spüren sie, doch oftmals spricht sie niemand an. Erinnert Euch jetzt an eine solche Situation, in der sprichwörtlich ein Elefant im Raum rumstand oder Ihr nicht einmal wusstet, welches Tier im Raum ist – nur eben klar spüren konntet, dass etwas stört. Wenn Ihr Euch an die Situation erinnert, versucht herauszufinden, wie genau Ihr Euch gefühlt habt: wo im Körper habt Ihr gemerkt, dass etwas nicht stimmt? Welche (vielleicht auch gegensätzlichen) Gefühle sind bei Euch hochgekommen? Welche Gedanken haben Euch beschäftigt? Nun betrachtet Eurer Handeln: was habt Ihr (nicht) getan? Weshalb (nicht)? Was hättet Ihr gerne (nicht) getan?

Nun berichtet uns: Woran merkt Ihr Störungen? Wie würdet Ihr Euch gerne verhalten? Wie verhaltet Ihr Euch real? Was nehmt Ihr Euch für die nächste Störung vor?

Kapitel 05 · Aufgabe / Diskussion

Von Cynefin für die Dorfentwicklung lernen

Betrachtet Euer Dorf und die Entscheidungen, die in nächster Zeit anfallen. Achtet darauf, dass es kleine (wo treffen wir uns das nächste Mal?) und große (wie beziehen wir die Kommunalpolitik ein?) Entscheidungen sind. Schreibt die Entscheidungen einfach auf ein Blatt untereinander. Nun ordnet jeder Entscheidung eines der fünf Felder zu: einfach, kompliziert, komplex, chaotisch oder unordentlich. Nun schreibt dahinter jeweils, welche ersten Schritte in diesem Feld empfohlen werden und übertragt diese auf Euer Anliegen (z.B.: was könnte bei komplexen Entscheidungen ein guter Test sein oder wo kriegt ihr bei einfachen Entscheidungen ein gutes Best-Practice Beispiel her?). Nun betrachtet in Ruhe Euer Blatt und überlegt Euch, was genau Ihr damit nun tun wollt.

Im Anschluss berichtet uns bitte: Sind Euch die Zuordnungen leicht gefallen? Und die Übersetzung in Handlungen in Eurem Dorf? Findet Ihr das Modell hilfreich, um Prozessentscheidungen zu finden oder eher nicht? Weshalb? Welche Erkenntnisse habt Ihr für Eure eigenen Vorhaben gewonnen?

Kapitel 05 · Aufgabe / Diskussion

Welche Prozesselemente helfen mir, mich für Neues zu öffnen

Nur selten ist in Phasenmodellen die persönliche Öffnung expliziter Teil des Prozesses – und doch sind die innere Öffnung für Neues und die Bereitschaft auch Altes loszulassen wichtige Erfolgsfaktoren in allen Prozessen. Wenn Ihr auf Eure bisherige Erfahrungen in Vorhaben blickt: welche Prozesselemente haben Euch dabei geholfen, Euch wirklich für Neues zu öffnen? Was braucht Ihr, damit Ihr Euer Dorf wirklich neu denken und gestalten könnt? An welchen Stellen tritt eher das Gegenteil auf und Ihr merkt, wie Ihr Euch verschließt?

Nun berichtet uns: In welchen Situationen öffnet Ihr Euch eher dem Neuen, in welchen verschließt Ihr Euch? Welchen Einfluss können Prozesselemente bzw. Prozessentscheidungen darauf haben? Wie könnt Ihr sicherstellen, dass Ihr im Prozess in Eurem Dorf das kriegt, was Ihr für die Öffnung benötigt?

Kapitel 05 · Aufgabe / Diskussion

Andere Verfahren, die Ihr kennt bzw. schon einmal erlebt habt

An dieser Stelle ist Raum für eine gemeinsame Sammlung: Welche Prozesse habt Ihr selber schon erlebt oder von welchen habt Ihr gehört? Es können genauso gut bestehende Prozesse sein (beispielsweise Zukunftswerkstatt oder Appreciative Inquiry), aber auch Phasenmodelle, die durch Euch entwickelt wurden. Ihr könnt auch im Nachhinein auf Prozesse gucken und de facto feststellen, welche Phasen durchlaufen wurden – bewusst oder unbewusst.

Kapitel 05 · Aufgabe / Diskussion

Das Netz der Menschen, die in Eurem Dorf Einfluss nehmen (können)

Zeit Euch dem Wichtigsten in Eurem Dorf zuzuwenden: den Menschen. Trefft Euch mit mindestens einer anderen Person aus Eurem Dorf, von der Ihr annehmt, dass sie (noch) mehr Menschen kennt als Ihr bzw. wenigstens andere. Nun sammelt gemeinsam die Namen (oder Funktionen, wenn Ihr die Namen nicht kennt) der Menschen, die in Eurem Dorf aus verschiedensten Gründen Einfluss haben. Achtet darauf, dass Ihr Einfluss auch als etwas Positives definiert und keine Liste von Menschen erstellt, die Euch aufhalten werden. Nun nutzt beispielsweise die Methode der Stakeholderanalyse, um sie genauer zu betrachten. Alternativ könnt Ihr sie aber auch als Strichmännchen auf ein Bild malen und ihnen jeweils Symbole und (+) und (-) zuordnen und sie mit Pfeilen miteinander verbinden, wo es Wirkungen gibt. Nun betrachtet gemeinsam Euer Bild: welche Menschen springen einem sofort ins Auge. Greift jetzt zum Telefon und verabredet Euch mit ihnen.

Nun berichtet uns: Wie war es? Welche Menschen habt Ihr „kennengelernt“, die Ihr noch gar nicht auf dem Schirm hattet? Haben sich Menschen gezeigt, die für das Dorf besonders wichtig sind? Konntet Ihr Euch gleich verabreden? Falls nicht, was genau hält Euch ab?

Kapitel 05 · Aufgabe / Diskussion

holt einen ungewöhnlichen Externen ins Dorf

Bittet 1-2 andere Personen mit Euch ein kleines Brainstorming zu machen und schreibt ganz schnell und ohne Diskussion alle Menschen auf, die Euch im letzten Jahr aus irgendwelchen Gründen inspiriert und/oder beeindruckt haben. Denkt dabei gar nicht an Euer Dorf, nur an die Wirkung auf Euch, egal zu welchem Thema. Wenn Ihr meint, fertig zu sein, wartet eine zweite Ideenwelle ab. Nun betrachtet gemeinsam Eure Liste. Sind hier Menschen dabei, die Ihr realistisch in Euer Dorf einladen könntet? Gibt es ggfs. Themen, die immer wieder auftauchen, auch wenn sie nichts mit Dorfentwicklung zu tun haben? Kennt Ihr jemanden, der sich mit diesem Thema befasst und den Ihr einladen könntet? Einigt Euch auf 2-3 Menschen, die Ihr direkt anschreibt oder anruft, um sie zu Euch einzuladen. Organisiert eine kleine Veranstaltung von max. 3 Stunden, vielleicht ½ Stunde Vortrag, 1 Stunde Diskussion und ein offener Abend mit mitgebrachtem Essen?

Nun berichtet uns: Welche Menschen oder Themen habt Ihr entdeckt? Wie war es, mit ihnen Kontakt aufzunehmen? Habt Ihr bereits eine Ahnung, was das Thema mit Eurem Dorf zu tun haben könnte? Wie geht es Euch damit, zu einem eher artfremden Thema einzuladen? Berichtet auch unbedingt noch einmal, wie die Veranstaltung dann verlaufen ist und welche ungewöhnlichen Ideen sie mit sich gebracht hat.

Kapitel 06 · Aufgabe / Diskussion

Meine Einstellung zu Geld

Wenn unsere Einstellung zu Geld und zu Geldgebern so großen Einfluss auf den Erfolg hat, sollten wir hier genauer hingucken. Stellt Euch folgende Situationen vor und versucht, so präzise wie irgendwie möglich zu beschreiben, wie es Euch darin geht. Was genau freut Euch, was ärgert Euch, was ängstigt Euch? Wenn Ihr einen Widerstand empfindet, was genau ist es, was diesen Widerstand auslöst? Was würde helfen, damit er sich auflösen darf?

Ihr seid in Eurem Vorhaben an einem Punkt angekommen, an dem Ihr einmal einen Überblick benötigt, was die Umsetzung kosten würde. Keiner wollte das übernehmen, also habt Ihr gelost und die Aufgabe ist bei Dir gelandet.

Ihr habt eine Liste von möglichen Geldgebern erstellt und diese fair untereinander aufgeteilt. Auf Deiner Liste stehen zwei Personen, die Du ansprechen sollst.

Ihr wurdet von einem regionalen Unternehmernetzwerk eingeladen, um Euer Vorhaben im Rahmen eines Vortrages öffentlich vorzustellen. Die Rede sollte zu einer Spendensammlung führen. Nur Du hast an dem Tag Zeit.

Nun berichtet uns: In welchen Situationen fühlt Ihr Euch hochmotiviert und habt richtig Lust, bei welchen empfindet Ihr eher Widerstand? Könnt Ihr beschreiben, woraus genau dieser Widerstand besteht? Habt Ihr Ideen dazu, wie er aufgelöst werden könnte? Welche feinen Unterschiede zwischen den Situationen sind Euch evtl. aufgefallen?

Kapitel 06 · Aufgabe / Diskussion

Jemanden um Geld bitten

Auf die Plätze, fertig, los. Raus in die Welt und Menschen erzählen, wie toll das ist, was Ihr vorhabt – und, wenn sie es auch toll finden, sie fragen, ob sie vielleicht durch eine Spende teilhaben wollen. Nehmt Euch einen Aspekt Eures Vorhabens, das Euch begeistert und dessen Größenordnung Euch nicht überfordert. Übt 1-2 Mal an Freunden und Bekannten und überprüft, ob Ihr schon eine Sprache gefunden habt, die Eure Begeisterung sichtbar und überzeugend macht. Und dann: sprecht mit ein paar Menschen, die Zugang zu finanziellen Ressourcen haben – privat oder geschäftlich. Übt es, das Thema Geld als völlig normalen Bestandteil des Vorhabens in das Gespräch einzuflechten.

Nun berichtet uns: Wie war es? Gelingt es Euch schon gut, Eure Begeisterung in Worte zu fassen? Wie habt Ihr die Menschen ausgewählt, die Ihr angesprochen habt? Wie ging es Euch in dem Gespräch? Wart Ihr erfolgreich? Warum (nicht)? Hat sich Eure Einstellung ein wenig verändert?

Kapitel 06 · Aufgabe / Diskussion

Die Förderlandschaft sondieren

Verbringt ein wenig Zeit online und betrachtet die Förderwelt einmal aus Sicht der Geldgeber. Ein paar gute Startpunkte sind die Förderdatenbank (externer LINK: http://www.foerderdatenbank.de), die Stiftungssuche (externer LINK: https://www.stiftungen.org/verband/was-wir-tun/forschung-daten-und-wissen/stiftungssuche.html) (Achtung, hier unbedingt Kreuze bei „fördernd“ und „Antragsmöglichkeit nicht ausgeschlossen“ machen, sonst kriegt Ihr auch alle Stiftungen, die nur eigene Projekte machen) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, denn die Mittel zur Förderung des ländlichen Raums werden in der Regel dort verwaltet (externer LINK: https://www.bmel.de/DE/Laendliche-Raeume/03_Foerderung/foerderung_node.html) sowie die Ministerien Eures Bundeslandes. Nun betrachtet die Förderlandschaft nicht danach, ob Euer Vorhaben dort zu 100% reinpasst, sondern ob sich dahinter ähnliche Zielstellungen verbergen und schreibt mind. 10 mögliche Stiftungen oder Förderprogramme mit einem Satz zu ihrer zentralsten Zielstellung auf: was wollen sie in der Welt erreichen? In einem letzten Schritt überlegt nun, welche Vorhaben in Eurem Dorf gut dazu passen könnten, Aspekte, die Ihr bereits gedacht hattet oder ganz neue Inspirationen.

Nun berichtet uns: Welche Zielstellungen begegnen Euch besonders oft? Wofür möchten Organisationen und der Staat gerade Geld ausgeben? Wie gut passt das zu Eurem Vorhaben? Ist es Euch leicht gefallen, 10 mögliche Geldgeber zu finden? Wie kreativ wart Ihr in der Übertragung auf Euer Dorf? Was hat sich durch diese Aufgabe ggfs. an Eurer Einstellung zu Förderung verändert?

Kapitel 07 · Aufgabe / Diskussion

Eine unternehmerische Grundstruktur für Euer Dorf

Nehmen wir einmal an, Ihr fändet es eine tolle Idee, dass die Dorfbewohner ihr eigenes Unternehmen gründen, um nachhaltig alle Vorhaben finanzieren zu können. Überlegt Euch jetzt ein System, wie Ihr sicherstellen könnt, dass so viel Geld wie möglich aus dem Unternehmen direkt ins Dorf fließt. Stellt Euch auch den Dilemmata: wer kann Aktionär sein, wer nicht? Wie könnt Ihr Investoren anziehen, wenn ihre Gewinnausschüttung begrenzt ist? Wer entscheidet darüber, welche Vorhaben im Dorf unterstützt werden und welche nicht? An welche Organisation findet die Gewinnausschüttung statt? Wie wird diese besetzt? etc

Nun berichtet uns: Welches Modell habt Ihr für Euch entwickelt? Was gefällt Euch daran besonders und wo habt Ihr noch Zweifel? Welche Position hättet Ihr selbst in diesem Modell am liebsten? Welche Befürchtungen habt Ihr, wenn Ihr zehn Jahre voraus denkt? Fällt es Euch leicht, in diesen Strukturen zu denken oder eher weniger?

Kapitel 07 · Aufgabe / Diskussion

Mit neugierigen Augen die Ressourcen des Dorfes erkunden

Ladet Euch jemanden ein, den Ihr für offen und kreativ haltet und der nicht aus Eurem Dorf stammt, idealerweise auch nicht aus einem ähnlichen Dorf der Region – jemand, der einen Blick aus der Fremde hat. Wenn ihr Lust habt, könnt Ihr sogar spielen, dass er ein Außerirdischer ist und Ihr ihm die Erde und ihre Logik erklärt. Je fremder der Blick, je besser. Bevor Ihr losgeht, betrachtet eine Karte des Dorfes und findet heraus, wo genau seine Grenzen verlaufen und mit welchem Ausmaß Ihr es eigentlich zu tun habt, denn Dörfer sind viel größer als ihre bewohnten Anteile.

Nun nehmt Euch ein paar Stunden Zeit und erforscht das Dorf, ganz langsam. Guckt Euch alles an und redet über alles, während Ihr Euch Notizen über alles macht, was Ihr so entdeckt: vom Schilf um den Dorfanger bis zu den Strohstapeln neben den Windrädern. Versucht, alle Ressourcen, die im Dorf zur Verfügung stehen könnten, festzuhalten, ohne irgendetwas als unnütz abzustempeln. Ihr erhebt Ressourcen und bewertet nicht, ob sie zu irgendetwas zu gebrauchen sind. Falls Ihr in Gesprächen mit anderen landet, erklärt, dass Ihr alle Ressourcen des Dorfes kennenlernen wollt und fragt nach weiteren Ideen. Oftmals wissen wir gar nicht, was in Scheunen so gespeichert wird, was keiner mehr braucht.

Im Anschluss trinkt einen Kaffee zusammen und überlegt gemeinsam, was man aus dem machen könnte, was Ihr gesammelt habt – egal wie utopisch es Euch zunächst erscheint. Wenn Ihr bereits ein Veränderungsteam im Dorf habt, stellt beim nächsten Treffen Eure Forschungsergebnisse vor.

Nun berichtet uns: Wie war es? Was habt Ihr in Eurem Dorf neu kennengelernt? War es leicht oder schwer, einen neuen Blick einzunehmen? Gibt es konkrete Ressourcen, in die Ihr Euch ein wenig „verliebt“ habt? Gibt es Ressourcen, in denen ihr beim besten Willen nichts anderes als Abfall erkennen könnt? Welche Ideen sind Euch gekommen? Was bewegt sich ggfs. noch in Euch? Wie haben andere reagiert, denen Ihr von Eurer Forschung erzählt habt?

Kapitel 07 · Aufgabe / Diskussion

Welche Prinzipien liegen Euch am Herzen?

Schließt die Augen und verbringt einen Moment in Ruhe mit Euren Gedanken: welche Dinge sind Euch, wenn Ihr an Euer Dorf denkt oder gar ans Leben als Ganzes, besonders wichtig? Welche Werte und Grundsätze machen für Euch ein gutes (Zusammen-)leben aus? Habt keine Angst, pathetisch zu werden, Ihr müsst nicht einmal realistisch sein. Zeit für eine Utopie. In einer perfekten Gesellschaft würden…

Nun öffnet die Augen wieder und schreibt ein paar Begriffe auf, die wichtig waren. Guckt Eure Liste an? Ist sie vollständig? Fehlt noch etwas? Falls alle wichtigen Begriffe da sind, guckt, ob Ihr ein paar Muster finden könnt. Gibt es ein paar Grundprinzipien, die für Euch zentral sind? Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch Eure Körperintelligenz zu Rate ziehen. Bittet jemand, Euch zu helfen, stellt Euch gerade und fest hin und sprecht einen Begriff aus. Bittet Euer Gegenüber, Euch umzustupsen, erst leicht, dann immer stärker. Probiert dann den nächsten Begriff. Ihr werdet schnell feststellen, welche Begriffe Euch stärken und welche nicht so wichtig sind.

Nun versucht, aus diesen Begriffen 3-5 Prinzipien zu formulieren, die für alle Bereiche des Dorfes, wirtschaftlich, sozial oder ökologisch, relevant sind. Beispielsweise: „wir gehen respektvoll mit Vielfalt um“ oder „wir sind offen für das Neue“. Feilt so lange an der Auswahl und an der Formulierung, bis ich merkt, dass Ihr innerlich strahlt, weil eine Welt, die auf diesen Prinzipien basiert, ein tolles Zuhause ist.

Nun berichtet uns: Ist es Euch leicht oder schwer gefallen, Euch zu verorten und zu entscheiden? Habt Ihr einen Zugang dazu, was Euch wichtig ist und was weniger? Wie ging es Euch, als Ihr Eure Prinzipien gefunden hattet? Haltet Ihr eine Dorfentwicklung auf Basis dieser Prinzipien für utopisch oder erreichbar? Was wollt Ihr jetzt mit dieser Sehnsucht anstellen?

Kapitel 07 · Vertiefung

mögliches Inhaltsverzeichnis eines Businessplans für ein Dorf

Gesellschaftliche Herausforderung

Die Herausforderungen

Die Lösung

Die Größenordnung

Die Chance

Warum unsere Organisation?

Grundlagen unserer Strategie

Vision

Mission

Theory of Change

Kunden

Strategie

Vorhaben 1

Vorhaben 2

Vorhaben 3

Analyse der Strategie

Skalierbarkeit

Wirksamkeit

Alleinstellungsmerkmale

Risiken

Organisation

Organisationsmodell

Team

Kooperationspartner

Finanzen

Ausgaben

Einnahmen

Investitionsbedarf

Zwischen Förderanträgen und Businessplänen gibt es viele Überschneidungen – im Abschnitt des Kapitels „Vorhaben finanzieren“ gibt es auch hilfreiche Einblicke.

Noch ein kleiner Tipp: Macht es hübsch! Integriert Bilder des Dorfes und der Menschen und lasst gerne nochmal einen Designer drüber gucken. Entscheidungen finden nicht nur aufgrund des Inhaltes statt, wir messen Ästhetik automatisch einen erhöhten Wert bei.

Kapitel 08 · Aufgabe / Diskussion

Wo liegt unser gesundes Engagement

Gesundheit ist ganz individuell und gesundes Engagement auch. Was für den einen ideal ist, ist für den anderen Unter- oder Überforderung. Es ist also an der Zeit, für eine Innenschau über unsere Einstellung zu unserem Dorf. Nehmt ein Blatt quer und unterteilt es in 3 Spalten, die Ihr mit den Überschriften „Verstehbarkeit“, „Handhabbarkeit“ und „Sinnhaftigkeit“ betitelt. Auch horizontal teilt Ihr das Blatt noch einmal in (+) und (-). Nun denkt Euer Dorf als Ganzes und schreibt stichpunktartig in allen 6 Bereichen das auf, wovon Ihr überzeugt seid.

Dinge, die das Dorf betreffen, die Ihr gut versteht (das kann alles sein von zwischenmenschlichen Beziehungen zu Verwaltungsstrukturen)

Dinge, die das Dorf betreffen, von denen Ihr keine wirklich Ahnung habt

Dinge, die das Dorf betreffen, bei denen Ihr das Gefühl habt, etwas tun zu können (weil Ihr hier Kompetenz habt, weil Ihr es für erlern- und veränderbar haltet, weil es Euren zeitlichen Ressourcen entspricht, …)

Dinge, die das Dorf betreffen, bei denen Ihr das Gefühl habt, nichts tun zu können

Dinge, die das Dorf betreffen, die Ihr total sinnvoll und wichtig findet

Dinge, die das Dorf betreffen, die Ihr sinnlos oder irrelevant findet

Nun betrachtet Eure 6 Kategorien: Ergeben sich daraus Aufgaben, die für Euch gesund wären?

Nun berichtet uns: Ist es Euch leicht oder schwer gefallen, in allen 6 Spalten Antworten zu finden? Entspricht Eure momentane Rolle im Dorf dem, was Ihr hier herausgefunden habt? Welche Wirkung hatte Eure Selbstdiagnostik? Welche Handlungskonsequenzen ergeben sich für Euch daraus? Seid Ihr insgesamt im Dorf auf einem gesunden Weg?

Kapitel 08 · Aufgabe / Diskussion

Ab in die Herausforderung

Beginnt damit, dass Ihr eine Liste macht von kleineren Aufgaben, die im Dorf von irgendjemandem mal erledigt werden sollten / könnten, um es für alle schöner zu machen. Vielleicht gibt es in Eurem Vorhaben schon eine to-do Liste, vielleicht spuken einige Ideen auch schon länger in Euch herum. Es ist nicht wichtig, dass es die besten und wichtigsten Dinge sind, Quantität ist wichtiger als Qualität. Nun stellt Euch vor, Ihr müsstet diese Aufgabe übernehmen. Guckt Euch jede Aktivität an und ordnet sie mit einer Farbe oder einem Symbol jeweils der Komfortzone, der Lernzone oder der Panikzone zu. Falls in einigen Zonen zu wenig Inhalt ist, füllt dort aktiv mit Ideen auf, bis jede Zone mind. 5 Vorschläge hat. Nun betrachtet die Lernzone, also die Dinge, die Euch durchaus ein wenig aufgeregt machen, aber nicht panisch und… TUT ES (bzw. beginnt es) innerhalb der nächsten 48 Stunden.

Nun berichtet uns: Sind Euch in allen Zonen ähnlich viele Dinge eingefallen oder hat Eure Fantasie eine klare Vorliebe? Wie geht es Euch bei dem Gedanken, Euch in Eurem Dorf in Eure Lernzone zu begeben? Habt Ihr Widerstände und falls ja, könnt Ihr sie beschreiben? Was oder wer könnte Euch ggfs. helfen, mutig zu sein? Was habt Ihr beim Handeln erlebt?

Kapitel 08 · Vertiefung

Die 7 Schlüssel auf einen Blick

Erst ich, dann Du

Ungeteilte Beziehungs- / Teamzeit ist wichtig

Ich höre Dir aufmerksam zu

Ich bin für meine Gefühle selbst verantwortlich

Es gibt Lösungen

Ich erkenne mich und Dich an

Es kann nur klappen, was auch schief gehen darf

Kapitel 08 · Aufgabe / Diskussion

Drei Geschichten einer Situation

Wählt Euch eine Situation aus, idealerweise im Dorf- bzw. Veränderungsgeschehen, mit der Ihr noch nicht ganz abgeschlossen habt. Vielleicht seid Ihr unsicher über Euer eigenes Verhalten oder hadert immer noch damit, wie andere sich verhalten haben. Nun betrachtet die Situation konsequent und nacheinander aus allen 3 Positionen:

Was habt Ihr gesehen, wahrgenommen, gefühlt, bewertet?

Was denkt Ihr, wie ging es den anderen mit Euch? Wie habt Ihr gewirkt, was habt Ihr ausgelöst? Was genau konnten sie beobachten?

Wenn Ihr nun die Situation von oben betrachtet, ohne ich und Du, sondern als würdet Ihr einen Film gucken: wie waren die Wechselwirkungen zwischen Euch und den anderen? Wie könnte man die Situation so wertfrei wie möglich beschreiben?

Nun berichtet uns: An welchen Stellen sind die drei Geschichten gleich, an welchen unterscheiden sie sich? Habt Ihr eine Position, die Euch besonders leicht fällt? Eine, die Euch schwer fällt? Wie geht es Euch damit, dass alle drei Geschichten wahr sind? Hat das konsequente Betrachten der Situation jetzt etwas verändert?

Kapitel 09 · Aufgabe / Diskussion

Die Auswirkungen unseres Vorhabens auf alle 3 Systeme

Ihr könnt diese Aufgabe alleine machen, schöner ist es aber mit einem Gesprächspartner. Beginnt damit, Euer gesamtes Vorhaben oder einen Ausschnitt dessen symbolhaft in die Mitte eines Blattes zu malen. (Wenn Ihr noch kein Vorhaben habt, dann nehmt das, was Ihr bereits als Idee im Hinterkopf habt). Unterteilt das Blatt nun in 3 Bereiche, die Ihr jeweils der Ökologie, dem Sozialen und der Ökonomie zuordnet. Nun sammelt alles, was Euch einfällt, wie Euer Vorhaben in diesen Bereichen wirkt. Achtet darauf, dass Ihr groß (global) und klein (lokal) denkt sowie positiv (was Euer Vorhaben hier Gutes tut) und negativ (was Euer Vorhaben hier für negative Auswirkungen hat). Verbringt etwas Zeit damit, viele Aspekte aufzuschreiben. Nun guckt Euch das Blatt an: gibt es einen Bereich, in dem Ihr besonders stark wirkt? Eher positiv oder eher negativ? Fallen Euch selbst Dinge ein, die Ihr anpassen könnt, um hier eine größere Balance herzustellen?

Nun berichtet uns: In welchem System ist Euer Vorhaben besonders wirkungsvoll? Hat Euch das überrascht? Hattet Ihr Lust, das Vorhaben zugunsten einer größeren Balance anzupassen? Wie geht es Euch mit dieser Betrachtungsweise?

Kapitel 09 · Aufgabe / Diskussion

Mein Lernen

Diese Reflexionsaufgabe benötigt keinen Stift und auch keine Methode, sie hat nur 2 Fragen, die Ihr in Euch bewegen könnt:

Es gibt eine Motivation, Euch in Eurem Dorf zu engagieren, die auch mit Eurer Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat. Versucht so genau wie möglich herauszufinden, was Ihr hier lernen wollt? Welche „Meisterschaft“ wollt Ihr erlangen und welche Chancen bietet Euch das Vorhaben dazu? (Und wenn Ihr doch einen Stift nehmen wollt, dann schreibt zwischendurch ein Lernthema auf, wenn Ihr es entdeckt habt.)

In diesem Kurs ging es immer wieder um neue Betrachtungsweisen, darum, das Bekannte oder den bekannten Blickwinkel zu verlassen. Wenn Ihr an Euer Dorf denkt, welche mentalen Modelle entdeckt Ihr dann bei Euch? Nehmt Euch Zeit für diese Frage und beobachtet Euch im Alltag: welche stillschweigenden Annahmen begleiten Euch? Welches Kopfkino oder welche Glaubenssätze nehmt Ihr Euch selbst ab und betrachtet sie als Wahrheit? Wo begrenzt Ihr Euch und Euer Vorhaben innerlich?

Nun berichtet uns: Ist es Euch leicht oder schwer gefallen, Eure Lernthemen und Eure mentalen Modelle zu formulieren? Könnt Ihr mit den Fragen überhaupt etwas anfangen? Wenn Ihr die letzten Tage betrachtet, welche Strategien der Selbsterforschung habt Ihr genutzt? Wie genau geht Ihr vor, wenn Ihr Eure mentalen Modelle betrachten wollt? Was nehmt Ihr aus dieser Betrachtung nun mit?

Kapitel 09 · Aufgabe / Diskussion

Mit 5 Menschen über Lernen sprechen

Wenn persönliches Lernen so viel Wirkung auf das Lernen des Systems hat, ist es höchste Zeit, dass das Thema wird. Im Rahmen der letzten Aufgabe habt Ihr Eure Lernthemen und Eure mentalen Modelle betrachtet. Nun geht hinaus und redet darüber, so ehrlich wie Ihr könnt. Erzählt in fünf verschiedenen Gesprächen, was Ihr über Euch herausgefunden habt und interessiert Euch wahrhaftig für die Lernthemen der Anderen. Überlegt auch gerne gemeinsam, wie Ihr Euch gegenseitig beim Lernen unterstützen könnt und freut Euch gemeinsam darüber, wie cool und aufregend lernen ist. Sucht Euch 5 Gesprächspartner aus, die so unterschiedlich sind wie möglich und zu denen Ihr sehr verschiedene Beziehungen habt.

Nun berichtet uns: Wie war es? Ist es Euch leicht gefallen, über Euer Lernen zu sprechen? Ist es Euch gelungen, herauszufinden, was andere Menschen lernen möchten? Was könnt Ihr tun, damit Lernen in Eurem Dorf alltäglich wird?